© Copyright 2008 | Impresum
Opfer von Sklaverei und Kolonialismus

Mehr als 30 Millionen Afrikaner wurden direkte Opfer von Sklaverei, transatlantischem Sklavenhandel und Kolonialismus, und noch heute leidet Afrika an den verheerenden Folgen dieser Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Tausende Menschen afrikanischer Herkunft wurden in Nazideutschland zwangssterilisiert und in den konzentrationslager umgebracht.

Die Weltgemeinschaft hat bereits auf der UNO-Weltkonferenz gegen Rassismus, Rassendiskriminierung, Fremdenfeindlichkeit und damit zusammenhängende Intoleranz (Durban, 31. August - 8. September 2001) anerkannt, dass "Sklaverei und Sklavenhandel Verbrechen gegen die Menschlichkeit sind und zu allen Zeiten als solches hätten gelten sollen, insbesondere der transatlantische Sklavenhandel".Ebenso wurde der Zusammenhang zwischen Kolonialismus und Rassismus klar dargestellt: "Wir erkennen an, dass der Kolonialismus zu Rassismus, Rassendiskriminierung, Fremdenfeindlichkeit und damit zusammenhängender Intoleranz geführt hat und, dass Afrikaner und Menschen afrikanischer Abstammung, Menschen asiatischer Abstammung sowie "indigene Völker" Opfer des Kolonialismus waren und nach wie vor Opfer ihrer Folgen sind."

Trotz internationaler Verpflichtung gibt es in Berlin immer noch keine Gedenkstätte für die afrikanischen Opfer von Sklaverei, Sklavenhandel und Kolonisierung. Die Schulbücher wurden immer noch nicht dementsprechend geändert, und die auch in der deutschen Gesellschaft verbreiteten rassistischen Vorurteile und Haltungen werden nicht entschlossen und effizient genug bekämpft. Sehr wenige Schritte in Richtung Aufarbeitung der Kolonialgeschichte sind in Deutschland bisher unternommen worden, und dieses Thema wird systematisch ausgeblendet.

In Berlin tragen Straßen Namen von Kolonialverbrechern
Noch heute tragen Straßen hier in Berlin Namen von Kolonialverbrechern. Sklavenhändler werden in einigen deutschen Städten geehrt, wie vor kurzem in Hamburg.
Gedenkmarsch zur Erinnerung an die afrikanischen Opfer von Sklavenhandel, Sklaverei, Kolonialismus und rassistischer Gewalt am 27.02.2010 in Berlin
KADIB |
Berlin, 15.02.2010
Pressemitteilung